Endverstärker


 
 

Röhren-Endverstärker lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen. Die Gruppe der konventionellen Gegentaktverstärker in Ultra-Linear-Technik, die Parallel-Push-Pull-Verstärker und die Single-Ended-(oder Eintakt-A-) Verstärker. Da wir nicht wissen, ob alle Leser über die Eigenschaften der jeweiligen Gerätetypen informiert sind, wollen wir mit einigen Worten auf die technischen Besonderheiten eingehen. 
Stereo 25, Stereo 60/80 und Mono 50 arbeiten nach dem Gegentakt Ultra-Linear-Prinzip, welches geringste Verzerrungen und höchste Leistungsabgabe erlaubt. Der für gute Basswiedergabe wichtige Dämpfungsfaktor ist hoch. Die eigentliche Leistung wird von den im Gegentakt arbeitenden Endröhren erzeugt. Hierbei kann fast die gesamte Verlustleistung einer jeweiligen Endröhre für die Verstärkung einer Halbwelle des Signals genutzt werden. Eine vor den Endröhren angeordnete Phasenumkehrstufe teilt das Eingangssignal in zwei gleich große, aber phasengedrehte Signale. Im Ausgangsübertrager werden die beiden von den Endröhren erzeugten unterschiedlichen Halbwellen wieder zu einer Schwingung zusammengefügt. Dies klingt vielleicht ein wenig kompliziert, ist jedoch ein (fast) uraltes Prinzip, welches  sich millionenfach bewährt hat. Auf der Titelseite dieses Kataloges haben wir die klassische Williamson-Schaltung von 1947 abgedruckt. Diese Variante ist Ausgangsbasis für nahezu alle Gegentaktverstärker in Röhrentechnik. 
PPP-Endstufen arbeiten ähnlich, nur haben diese Verstärker statt eines Gegentaktübertragers einen Sparübertrager mit nur einer Wicklung und verschiedenen Abgriffen, sowie zwei Netzteilen, welche die für die Verstärkung erforderlichen Anodenspannungen an die Endröhren liefern. Damit ist gleich deren schwächster Punkt genannt. Zwei exakt gleiche Netzteile bei Spannungen von um die 400V sind nicht zu realisieren. Wir haben diesem Prinzip daher den Rücken gekehrt.
Weiter gibt es die sogenannten Single-Ended-Verstärker. In diesen Verstärkern werden keine Phasendrehungen erzeugt, das Signal durchläuft in jeder Verstärkerstufe nur jeweils eine Röhre. Es entstehen keine Übernahmeverzerrungen. Deshalb kann häufig auf die klanglich umstrittene Gegenkopplung verzichtet werden. Zwar produzieren diese Eintakt-Verstärker einen deutlich höheren Klirrfaktor. Das Klirr-Spektrum setzt sich dabei aber aus den sogenannten gradzahligen Oberwellen zusammen, die sich harmonisch ins Klangbild einfügen ohne unangenehm zu wirken. Vertreter dieser Bauart sind der Tambour 2A3/300B und die TSE 4.
Sowohl Gegentakt- als auch Eintaktverstärker können mit Pentoden wie auch mit Trioden bestückt werden. Mehrgitterröhren können aufgrund ihrer Konstruktion mehr Ausgangsleistung bieten als Trioden, klingen jedoch dabei kühler und weniger wonnig. Eine weitere Einstellmöglichkeit ist die, Pentoden als Trioden zu beschalten (Pseudo-Trioden). Hier ergeben sich interessante Klangvarianten. In der TSE-4 finden Sie eine als Triode geschaltete Pentode. 

 

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